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Kann Lernen unsere Intelligenz beeinflussen?

Lernen und Intelligenz – Wie hängen diese beiden Größen zusammen?

Der Begriff der Intelligenz (lat. intelligentia: Verstand, Einsicht) wird allgemein als die Fähigkeit verstanden, mit Sinn und Verstand wahrnehmen, einsehen, begreifen, verstehen und richtig beurteilen zu können1.
In der Psychologie wurden bis heute eine Vielzahl an Intelligenztheorien entwickelt und diskutiert. Als sehr bedeutend gilt die Zweikomponententheorie der Intelligenz2 des britischen Persönlichkeitspsychologen Raymond B. Cattell (1905 – 1998), der generell zwischen zwei Intelligenzsegmenten - der fluiden und der kristallinen Intelligenz - unterscheidet.

Die fluide Intelligenz umfasst – ähnlich wie der Prozessor eines Computers - die Kapazität und die Verarbeitungsgeschwindigkeit unseres Gehirns. Die kristalline Intelligenz hingegen beinhaltet unsere Fähigkeiten und unser Wissen. Verglichen mit einem Computer stellt sie die Festplatte mit allen gespeicherten Daten dar.

Was hat diese Intelligenztheorie mit Lernen zu tun?

Bedauerlicherweise nimmt die fluide Intelligenz im Laufe unseres Lebens – etwa ab dem 22. Lebensjahr kontinuierlich ab. Dies hat zur Folge, dass wir im Lernen langsamer werden und uns die Aufnahme und Verarbeitung neuer Informationen (bspw. das Erlernen einer Sprache) immer schwerer fällt. Diese Abnahme der geistigen Geschwindigkeit bedeutet allerdings nicht, dass wir mit dem Lernen ab dem jungen Erwachsenenalter einfach aufhören sollten! Im Gegenteil, denn die kristalline Intelligenz steigt bis ins hohe Lebensalter stetig an. Sie wird nämlich durch unsere Erfahrungen und unsere Bildung geformt und enthält sowohl reines Allgemeinwissen (bspw. die Hauptstadt Irlands) als auch Wissen über Handlungsabläufe (bspw. Autofahren).
Generell gilt: Je älter der Mensch wird, desto mehr Möglichkeiten für neue Erfahrungen bestehen für ihn und desto mehr Wissen kann er sich aneignen.
Für unseren Alltag bedeutet dies, dass wir Routine bewusst vermeiden und uns kontinuierlich neue Lernanreize schaffen sollten. So können wir die Entwicklung unseres Wissens (kristalline Intelligenz) stetig fördern und bleiben gleichzeitig auch in unserer Verarbeitungsgeschwindigkeit (fluide Intelligenz) länger leistungsfähig.

1 Nachzulesen unter: Neubauer, A. & Stern, E. (2007). Lernen macht Intelligent. Warum Begabung gefördert werden muss. München: Deutsche-Verlags-Anstalt.
2 Nachzulesen unter: Cattel, R. (1963). Theory of fluid and crystallized intelligence: A critical experiment. Journal of Educational Psychology, 54 (1), 1-22.

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